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Sonntag, 16. Juli 2017

Six of Crows

Hallo meine Jugendbuchfreunde,

endlich habe ich mir Audible zugelegt und werde es nutzen, um mir meine endlosen Pendelzugfahrten ein bisschen zu versüßen. Außerdem möchte ich es nutzen, um ein paar der sehr populären Jugendbücher zu lesen, die ihr vermutlich schon auf vielen Blogs gesehen habt. Anfangen musste ich einfach mit Six of Crows, denn nachdem die Grischa-Reihe mich doch recht wenig begeistert hat. Das erste Buch und der Darkling und Nikolai konnten mein Herz zwar gewinnen, der Rest hat mich eher angestrengt. Doch so viele sprachen davon, wie viel besser diese zweite Reihe im gleichen Universum ist und ich muss sagen, ich war angefixt.

Die Fakten:
  • Autor: Leigh Bardugo
  • Titel: Six of Crows
  • Sprecher: Jay Snyder (Matthias), Brandon Rubin (Jesper), Fred Berman (Kaz), Lauren Fortgang (Inej), Roger Clark, Elizabeth Evans (Nina), Tristan Morris
  • Reihe: Six of Crows 1
  • Verlag: Audible Studios
  • Erschienen: 2015
  • Länge: 15 Std 41 Min (ungekürzt)
  • Sprache: Englisch
  • Preis: 9,95 Euro/1 Guthaben bei Audible im Abo
  • Klappentext: "Ketterdam: a bustling hub of international trade where anything can be had for the right price–and no one knows that better than criminal prodigy Kaz Brekker. Kaz is offered a chance at a deadly heist that could make him rich beyond his wildest dreams. But he can’t pull it off alone… A convict with a thirst for revenge. A sharpshooter who can't walk away from a wager. A runaway with a privileged past. A spy known as the Wraith. A Heartrender using her magic to survive the slums. A thief with a gift for unlikely escapes. Six dangerous outcasts. One impossible heist. Kaz's crew is the only thing that might stand between the world and destruction - if they don't kill each other first."
Zur Handlung: Ketterdam ist eine Stadt, die aus Kanälen und Gassen, reichen Händlern und Dieben besteht. Hier treffen wir auf Kaz, der zu den Dregs gehört. Diese Gang hat ihm geholfen, sich aus Nichts einen Namen zu machen. Kaz ist jung, aber er ist auch clever und schreckt vor nichts zurück. Er sinnt nach Rache für etwas, das ihm zugestoßen ist, als er zum ersten Mal nach Ketterdam kam, aber davon weiß niemand.

Als er den Auftrag erhält, einen gefangenen Wissenschaftler aus einem unbezwingbaren Palast zu entführen, sieht Kaz seine Chance auf Rache gekommen. Denn mit dem Geld, was er für dieses unmögliche Verbrechen bekommen würde, könnte er halb Ketterdam kaufen. Doch er weiß genau, dass er dir richtigen Begleiter für diese Reise braucht - und die könnten unterschiedlicher kaum sein.

Wer mag nicht eine ordentliche Heist-Geschichte, in der man Verbrechern dabei folgt, wie sie ein unmögliches Verbrechen planen und durchziehen. Da kommen direkt Ocean's 11 Gefühle bei mir auf. Ich muss aber gleich vorweg sagen, dass die Auflösung am Ende vielleicht nicht ganz mithalten kann mit diesem Genrevertreter. Dennoch hat das Buch richtig viel Spaß gemacht.

Zunächst wissen wir eigentlich nicht, was vor sich geht. Wir werden in die Welt von Ketterdam einfach hineingeworfen. Im Prolog erfahren wir von einer seltsamen Droge, die Grischa unmögliche Kräfte verleiht. Dann springen wir von den reichen Händlern zu Kaz und den Dregs, die ihr Revier gegen feindliche Gangs verteidigen müssen. Wir sehen, wie Kaz immer einen Schritt voraus ist und wie sehr er dabei auf Inej vertraut, die von vielen nur Wraith genannt wird.

Schließlich kommt das Angebot, welches Kaz nicht ablehnen kann und wir lernen den Rest der Crew kennen. Dabei sind die Kapitel immer abwechselnd aus der Sicht eines Mitglieds erzählt. Der einzige, dessen Stimme wir in diesem ersten Hörbuch nicht hören, ist Wylan. Das fand ich ein bisschen schade, aber im Folgeband ändert sich das auch. Wir haben also für jeden Charakter einen Sprecher. Diese sind mitunter sehr verschieden, machen es aber einfach zu folgen, aus welcher Sicht gerade erzählt wird. Was mich störte, war allerdings, dass gewisse Begriffe und Namen von verschiedenen Sprechern unterschiedlich ausgesprochen wurden. Es war zwar nicht andauernd, aber mich stört sowas einfach.

In der Geschichte finden wir dann drei Paarkonstellationen, über die ich kurz auf die Charaktere eingehen möchte. Kaz und Inej verbindet eine etwas längere Bekanntschaft. Kaz hat Inej in einem Bordell gefunden und seinen Boss überredet, sie freizukaufen. Seitdem beschafft sie für ihn Informationen, denn sie ist nahezu geräuschlos und unsichtbar und eine hervorragende Akrobatin. Während Inej in Kaz eine menschliche Seite hervorbringt, ist sie von seiner Kälte genervt und ärgert sich über ihre Gefühle. Nina und Matthias verbindet eine seltsame Bekanntschaft. Nina ist Grischa und als Soldatin aufgewachsen. Matthias gehört einer heiligen Gruppe an, die Grischa jagt. Doch beide haben sehr offensichtlich Gefühle füreinander, die sie sich nicht eingestehen wollen. Und dann ist da noch die Sache, dass Nina Matthias ins Gefängnis gebracht hat. Wylan und Jesper sind zunächst die Außenseiter der Gruppe, allerdings trügt der Schein vielleicht. Jesper ist ein Spieler, der inzwischen bei eigentlich jedem hoch verschuldet ist, und seine Revolver mehr liebt als sein Leben. Wylan dagegen ist der Sohn eines reichen Händlers, hat diesen jedoch verlassen und sich den Dregs angeschlossen. Allerdings mangelt es ihm an Fähigkeiten für ein Leben auf der Straße und seine Sprachkenntnisse und Kunstfertigkeiten begeistern die anderen wenig.

Erstaunt war ich, dass ich wirklich alle Paare total shippe. Es gibt nicht eine Romanze, die ich besonders mag, weil sie alle toll sind und alle wirklich langsam vorankommen und sich damit nicht zu stark in den Vordergrund drängen, denn Gefühle stehen bei diesen Kriminellen nun wirklich nicht im Vordergrund. Dennoch sind alle auch ein bisschen awkward und verhalten sich teilweise übertrieben, weil die Gefühle nun mal da sind.

Insgesamt hat mir das Buch viel Freude gemacht. Ich musste viel Schmunzeln und war teilweise auch einfach gespannt, was nun als nächstes passiert. Dennoch war es über lange Strecken nicht super spannend, aber ich war immer glücklich, wenn ich weiterhören konnte. Das Ende hat dann deutlich angezogen, auch wenn ich die Ereignisse am Schluss kommen gesehen habe. Ich bin nun wirklich gespannt auf Teil zwei und habe gestern auch schon mal reingehört. 

Wie hat euch das Buch gefallen? Findet ihr es gut, wenn mehrere Sprecher ein Hörbuch gestalten, das viele Point-of-Views hat?

Bis bald,
Eure Kitty Retro



Meine Bewertung:



Kommentare:

  1. Hallo Kitty, :)
    da musste ich doch direkt mal schauen, wie dir „Six of Crows“ als Hörbuch gefallen hat. :) Ich fand die „Grischa“-Trilogie ja super, sodass es bei mir keine Frage war, dass ich auch „Six of Crows“ – jetzt ja auf Deutsch – lesen muss. :)

    Das mit den verschieden ausgesprochenen Namen und Begriffen werde ich im Buch ja nicht haben, aber da kann ich verstehen, dass das nervt. Mich würde es wahrscheinlich auch irritieren. Wenn es komplett anders ausgesprochen würde, weiß man im Zweifelsfall ja vielleicht nicht mal, dass es dasselbe ist, was für das Verständnis der Geschichte nicht so ideal wäre.
    Um aber auf die Frage zu antworten: Ich finde es gut, wenn es mehrere Sprecher bei mehreren Point-of-Views sind. Ich habe es auch schon mal bei einem Hörbuch erlebt, dass ein männlicher Sprecher eine Frau gesprochen hat und das hat für mich leider gar nicht gepasst, deshalb habe ich bei mehreren Sichtweisen dann auch lieber mehrere Sprecher.

    Aber zurück zum Buch: Das klingt sehr positiv und ich freue mich auch schon sehr aufs Lesen. :) Ich hoffe, dass der zweite Band auf Deutsch dann nicht allzu lange auf sich warten lassen wird.

    Liebe Grüße
    Marina

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    1. Ja, es endet auch ein bisschen auf einem Cliffhanger, aber ich fand das recht absehbar. :) Ich bin gespannt, was du dann darüber denkst.

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