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Sonntag, 23. April 2017

Fairest

Hallo meine bösen Königinnen,

bevor wir die Luna-Chroniken hinter uns lassen und eine Pause von Jugendbüchern machen, wollte ich noch über Königin Levana sprechen, denn ihr wurde ein kleines Zwischenbuch gewidmet, welches in meiner Bibliothek auch verfügbar war. Da es recht kurz ist, habe ich es noch gelesen.

Die Fakten:
  • Autor: Marissa Meyer
  • Titel: Fairest - Levana's Story
  • Reihe: Luna Chroniken 3.5
  • Verlag: Feiwel and Friends
  • Erschienen: 2015
  • Seiten: 220
  • Preis: 7,99 Euro
  • Klappentext: "Queen Levana is a ruler who uses her Glamour to gain power. But long before she crossed paths with Cinder, Scarlet, and Cress, Levana lived a very different story-a story that has never been told...until now. "

Zur Handlung: Als Levana noch eine junge Prinzessin war, hat ihre Schwester Channary ihr einen bösen Streich gespielt. Seitdem verbindet die beiden eine seltsame Beziehung, denn Levana hasst ihre Schwester und respektiert sie doch als die Ältere. Sie weiß, dass Channary eine schlechte Königin ist, doch sie lehnt sich nicht gegen sie auf.

Gleichzeitig wird sie geplagt von der Liebe zu einem Wächter, der jedoch eine eigene Familie hat. Levana träumt davon, ihn davon zu überzeugen, dass sie die bessere Geliebte, die bessere Frau und die bessere Mutter wäre. Als seine Frau unerwartet verstirbt, sieht Levana ihre Chance gekommen, ihn mit allen Mitteln zu überzeugen.

Angeblich erhalten wir hier eine ganz andere Geschichte über Levana, einen Grund für all ihre Boshaftigkeit und ihr abstoßendes Gehabe. Leider habe ich davon nicht mehr gefunden, als mir bereits in Winter gesagt wurde. Ich sehe es daher nicht als notwendig an, dieses Buch überhaupt zu lesen. Ich würde es auch nicht vor Winter lesen, da man da wiederum von einigen Wendungen nicht mehr überrascht wird.

Levana ist eine Bitch, ich denke, da sind wir uns alle einig. Auch dieses Buch ändert absolut nichts an dieser Tatsache. Im Gegenteil, ich hab sie nur noch mehr verabscheut, denn während sie in den Hauptbüchern eine starke Frau ist, die weiß, was sie will und wie sie es bekommt, haben wir es hier mit einer naiven und weinerlichen Prinzessin zu tun, die denkt, dass die Dinge, die ihr zustoßen, die schlimmsten der Welt sind.

Ich habe das Gefühl, dass Marissa Meyer die Hintergründe von bösen Figuren einfach nicht gut schreiben kann, denn auch von ihrem neusten Werk Heartless habe ich eher negative Sachen gehört. Man bekommt keine glaubhafte Geschichte, warum jemand so verbittert, verzweifelt oder verabscheuenswürdig wird. Sie kann einfach nur die schlimmen Taten schildern, aber der Hintergrund ist nicht überzeugend.

Alles in allem muss man dieses Zusatzbuch wirklich nicht lesen. Ich habe nichts daraus gewonnen außer mehr Abscheu. Und ich denke, eigentlich ist Levana in den 4 Bänden schon abstoßend und eklig genug. Mehr habe ich da nicht gebraucht. Ich mochte aber den Vater von Winter sehr, seine Handlungen fand ich absolut nachvollziehbar. Das Buch war von der Handlung her aber auch sehr vorhersehbar.

Habt ihr das Buch gelesen? Ich würd gern eure Meinung hören. Oder habt ihr sogar Heartless schon gelesen?

Bis bald,
Eure Kitty





Meine Bewertung:

Samstag, 22. April 2017

Wie Schnee so weiß

Hallo meine Märchenfrösche,

schon sind wir bei Teil 3 dieser Märchenneuerzählung im All, und diesmal geht es wirklich richtig ins Weltall, denn Cress, unsere neueste Protagonistin, lebt in einem Satelliten. Damit geht es in die dritte Runde um Krieg zwischen Luna und der Erde, und es wird sicherlich wieder einiges passieren.

Die Fakten:
  • Autor: Marissa Meyer
  • Übersetzung: Astrid Becker
  • Titel: Wie Schnee so weiß (Original: Winter)
  • Reihe: Luna-Chroniken 4
  • Erschienen: 2016
  • Verlag: Carlsen
  • Seiten:848
  • Preis: 24,99 Euro
  • Klappentext: "Das kann Königin Levana, Herrscherin des Mondes, nicht dulden: Ihre Stieftochter, Prinzessin Winter, wird täglich schöner und ihr Zauber immer mächtiger! Wütend zwingt die böse Königin sie dazu, sich das Gesicht mit Schnitten zu verunstalten – doch die Narben können Winters Schönheit nichts anhaben. Schließlich versucht Levana sogar, sie umbringen zu lassen. Da fasst Winter einen verzweifelten Plan: Sie muss die rechtmäßige Thronfolgerin Selene finden, um gemeinsam mit ihr die böse Königin zu stürzen …"

Zur Handlung: Die Revolution auf Luna beginnt. Winter ist als Prinzessin unglaublich beliebt, obwohl sie kein königliches Blut hat. Bisher hat Levana sie am Hof geduldet, da sie es ihrem Ehemann versprochen hatte, doch nachdem Selene solche Unruhe stiftet, will sie die beliebte Prinzessin endlich loswerden. Doch mit Jacin hat sie vielleicht nicht den richtigen Soldaten für den Job ausgewählt.


Es ist an der Zeit, dass alle unsere Charaktere wieder zusammenfinden. Es wird noch viel hin und her geben, bevor der Kampf um die lunarischer Krone beendet ist. Alle müssen Opfer bringen - vor allem die arme Scarlet. Doch noch hat Levana einige Asse im Ärmel.

Wir befinden uns also am Ende dieser Reihe, dies ist der finale Band. Ich haben ja oft Probleme mit Abschlussbüchern, vor allem wenn es sich die Autoren plötzlich viel zu einfach machen. Allerdings hat mich dieses Buch durchaus überzeugt und ich habe beim Lesen Spaß gehabt. Es passieren durchaus noch viele negative Sachen. Hier konzentriert sich der Ärger vor allem auf Scarlet, was sich durch die ganze Serie zieht und mich etwas genervt hat. Ist das noch jemand aufgefallen? Warum kriegt sie die ganze Scheiße ab?

Winter als neuer Charakter ist für mich dennoch etwas problematisch. Sie wird dargestellt als "verrückt", weil sie ihre Gabe nicht einsetzt und dadurch Halluzinationen bekommt. Ich finde es dennoch manchmal ein bisschen schwierig, wie alle sie einfach nur für schwach und krank halten, vor allem auch Jacin, der sie permanent beschützen will. Für mich war sie zwar sehr naiv, aber dennoch auch stark und von allen unterschätzt. 

Jacin kennen wir schon aus vergangenen Bänden, erfahren hier aber mehr darüber, warum er wie handelt und wie er sich fühlt. Er riskiert viel für Winter. Ich muss ehrlich sagen, dass er mich in Cress schon überrascht hatte, aber ich mochte ihn von außen auch ein bisschen lieber als dann, als ich ihn näher kannte. An Thorne kommt eh keiner ran, aber so richtig hat Jacin mich nicht gekriegt.

Am Ende kommt es natürlich auch zu Kampfhandlungen. Ich fand es gut, dass auch tatsächlich jeder letztlich eine wichtige Rolle gespielt hat. Es ist also tatsächlich eine Ensemble-Leistung und das hat man doch selten. Es gibt auch einige Opfer, aber natürlich bleibt also noch recht jugendfrei. Ich war aber zufrieden mit dem Ende. Dann bekommen wir natürlich noch ein bisschen Happy End, aber das muss bei solchen Büchern einfach sein.

Alles in allem hatte ich Bedenken, dass das Ende mich nerven könnte, es hat mich aber positiv überrascht. Ich kann also guten Gewissens sagen, dass die Reihe mit Ausnahme von Band 2 immer besser wird. Wenn man die Bücher in einem Rutsch liest, kann man gut in der kreativen Welt versinken, die Marissa Meyer entworfen hat. Die Liebesgeschichten sind auch nicht zu aufdringlich, sondern fügen sich gut ein.

Besonders interessant ist, wie die verschiedenen Märchen in eine Geschichte verwoben wurden, und während man doch immer Parallelen erkennt, sind die Bücher doch eigen genug und zeichnen ein ganz neues Bild, in welchem starke weibliche Hauptfiguren ihren männlichen Counterparts in nichts nachstehen. Ich denke, für Jugendliche ist die Reihe wirklich super. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, mit einem Hänger in Buch 2.

Wie ist es euch mit der Reihe ergangen? Habt ihr auch Zusatznovellen oder ähnliches gelesen und lohnt sich das?

Bis bald,
Eure Kitty Retro         




Meine Bewertung: 
 

Freitag, 21. April 2017

Wie Sterne so golden

Hallo meine Märchenfrösche,

schon sind wir bei Teil 3 dieser Märchenneuerzählung im All, und diesmal geht es wirklich richtig ins Weltall, denn Cress, unsere neueste Protagonistin, lebt in einem Satelliten. Damit geht es in die dritte Runde um Krieg zwischen Luna und der Erde, und es wird sicherlich wieder einiges passieren.

Die Fakten:
  • Autor: Marissa Meyer
  • Übersetzung: Astrid Becker
  • Titel: Wie Sterne so golden (Original: Cress)
  • Reihe: Luna-Chroniken 3
  • Erschienen: 2014
  • Verlag: Carlsen
  • Seiten: 569
  • Preis: 19,99 Euro
  • Klappentext: "Von ihrem Fenster aus kann Cress den Mond sehen - und die Erde, denn das Mädchen mit den meterlangen blonden Haaren lebt seit ihrer Kindheit in einem Satelliten, allein, gefangen gehalten von der bösen Königin Levana. Doch in all den Jahren der Einsamkeit hat sie sich zu einer begnadeten Hackerin entwickelt. Als eines Tages Cinder und ihre Gefährten zu ihr Kontakt aufnehmen, scheint der Traum von einer Flucht zum Greifen nah. Aber die Rettung per Raumschiff misslingt und Cress rast in ihrem Satelliten auf die Erde zu. Diesmal jedoch ist sie nicht allein, denn der charmante Thorne ist an ihrer Seite. Wird er sie retten können, wie der edle Ritter, von dem Cress ihr Leben lang geträumt hat?"

Zur Handlung: Seit Cress denken kann, war sie eine Gefangene auf Luna. Zunächst war sie mit anderen Kindern zusammen eingesperrt, doch nachdem es ihr gelungen war, sich in wichtige Systeme einzuhacken, schickte ihre Ziehmutter Sibyl sie in einen Satelliten, der die Welt umkreist. Von dort soll Cress die Erde ausspionieren und die militärische Flotte von Luna vor der Erde verbergen. Doch inzwischen hat Cress sich andere Verbündete gesucht.

Cinder sucht noch immer nach einer Möglichkeit, die Hochzeit von Kai und Levana zu verhindern. Doch so sehr sie es auch versucht, sie bekommt keinen sinnvollen Plan zustande. Die Zeit, die sie mit der Albatros im Weltall verbringen, scheint mehr und mehr verschwendet, bis sie plötzlich von Cress kontaktiert werden - und beschließen, sie zu befreien.

Tja, was soll ich schon sagen. Nachdem Scarlet mich eher enttäuscht hat und doch deutlich schwächer war als Cinder, konnte Cress mich nun wieder mehr begeistern. Ich muss sogar sagen, es ist bisher mein Lieblingsteil der Reihe. Dieser Band hat deutlich weniger Längen, wenn auch er auch zwischendurch doch einen Hänger hatte.

Cress ist als Character schwächer als Scarlet und Cinder. Sie hat ihr Leben allein in einem Satelliten verbracht und kannte nur ihre Ziehmutter, die ihr lediglich Befehle erteilt hat. Sie hat sich als kleines Mädchen eine Kleine Cress programmiert, mit der sie spielen kann. Dennoch kennt sie andere Personen nur über ihre Spionage-Aktionen. Für sie bricht also eine Welt zusammen, als sie ihren Satelliten endlich verlässt. Doch hier hörte für mich ihre Glaubwürdigkeit manchmal auf, denn einerseits ist sie nicht verängstigt, wie ich mir das vorstellen würde, andererseits aber auch nicht so richtig fasziniert. Und vor allem macht ihr das Leben außerhalb nicht so viel aus, wie ich mir das vorstellen würde. Immerhin hat sie noch nie frische Luft geatmet, noch nie unter der Sonne gestanden. Sicher passiert da einiges, aber alles in allem fand ich es dann doch etwas... optimistisch.

Auch so sind die Dinge, die in diesem Band geschehen, alle sehr zufällig. Ich meine, alle werden im All voneinander getrennt und dennoch landen sie zufällig alle im Umkreis von wenigen Kilometern auf der Erde? Schon ein bisschen weit hergeholt. Aber naja, das muss man in Jugendbüchern ja öfter mal verschmerzen.

An Cress hat mich auch einiges genervt. Vor allem in der Mitte des Buches stellt sie sich dann nur noch dumm an. Und klar, sie hat keine Ahnung von der Welt, von Menschen und allem, aber sie war eine gefürchtete Hackerin und Cyberspionin. Warum stellt sie sich so dumm an? Zum Glück ging das doch recht schnell vorbei, sonst hätte ich dem Buch einen halben Stern abgezogen. So war es mehr ein Viertel Sternchen...

Gerettet hat das Buch für mich vor allem Thorne. Ich finde ihn als Charakter einfach super und seine Sprüche sind einfach die besten. Immer, wenn man denkt, jetzt macht er aber richtig große Scheiße, dann hat er einen geheimen Plan dahinter, der einen dann laut "Aaaaaw" schreien lässt. Er ist sehr herzlich und versucht seinen weichen Kern zu verstecken, aber eher ohne viel Erfolg. 

Natürlich bleiben uns auch die anderen Charaktere alle weiterhin erhalten, mit ihren guten und schlechten Seiten. Wolf finde ich leider immer noch total uninteressant, Scarlet bleibt eher im Hintergrund in diesem Buch. Cinder und Kai mag ich immer noch mit am meisten, weil ich sie am glaubwürdigsten finde und mich am besten in sie hineinversetzen kann.

Alles in allem ist das Buch solide für die Reihe und macht Spaß. Mehr als banale Unterhaltung darf man allerdings nicht erwarten. Die bekommt man aber zuhauf, Action und Liebe und alles, was eben zu diesen Jugendbüchern dazugehört. Ich bin nun gespannt auf Winter. Und vielleicht lese ich auch noch das Levana-Prequel... mal sehen.

Bis dahin,
Eure Kitty Retro



Meine Bewertung: