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Samstag, 20. Januar 2018

Days of Blood and Starlight

Hallo meine Monsterfreunde,

da sind wir schon mit Band 2 dieser Reihe. Der erste Teil war ja ganz ok, hat mich aber nicht von Hocker gehauen. Mal schauen, ob Band 2 mich endlich so richtig begeistern kann. Aber ihr wisst ja alle: meistens sind die Mittelteile die schwächsten...

Die Fakten:
  • Autor: Laini Taylor
  • Übersetzung: Anna Julia & Christine Strüh
  • Titel: Days of Blood and Starlight
  • Reihe: Zwischen den Welten 2
  • Erschienen: 2013
  • Verlag: S. Fischer Verlag
  • Seiten: 608
  • Preis: 16,99 Euro (gebunden)
  • Klappentext: "Wo würdest du dich verstecken, wenn die ganze Welt nach dir sucht? Was würdest du tun, wenn deine große Liebe plötzlich deine Familie auf dem Gewissen hat? Wie würdest du entscheiden, wem du trauen kannst, und wem nicht? Der Traum vom Frieden, den Karou und Akiva einst teilten, ist vorbei. Wenn aus Liebe Hass wird, kann uns nur noch die Hoffnung retten...

Zur Handlung: Karou kann sich endlich an alles erinnern. Ihr Leben ist kein Rätsel mehr für sie. Und sie weiß nun auch, was Akiva getan hat. Sie hat nur eine Wahl, sie muss ihr Volk finden und die Chimären im Kampf gegen die Engel unterstützen. Doch vielleicht kommt sie dafür bereits zu spät.

Akiva dagegen versucht zu akzeptieren, dass Karou ihn nie lieben wird, nachdem sie erkannt hat, was er ihr und Brimstone angetan hat. Er kehrt zurück zu seinen Geschwistern, doch langsam setzt sich der Widerstand auch in den Herzen der anderen Engel fest. Akiva schmiedet an einem Plan, wie er den Krieg endlich beenden kann - allein oder vielleicht sogar mit seinen Geschwistern.

Dieser zweite Band war für mich eine völlige Enttäuschung. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Nachdem Karou nun ihr ganzes Leben wieder weiß, muss sie einen neuen Platz in der Welt für sich finden. Sie gibt sich an so ziemlich allem die Schuld und lässt sich vom Weißen Wolf versklaven. Das bietet sehr wenig Raum für charakterliche Entwicklung. Dazu kommt, dass sie von jedem Geschehen abgeschnitten ist und wir so meistens ganz weit weg von jeglicher Action mit ihr feststecken. Klingt das spannend?

Dann sind wir auch schon beim Weißen Wolf. Natürlich war er schon im Vorgängerband kein süßes Mietzekätzchen, aber hier entpuppt er sich als noch ekliger als vorerst gedacht. Vornrum scheinheilig, hintenrum abartig. Aber was dann am Ende geschieht, ist ja einfach nur widerlich. Ich habe keine Ahnung, wie ich mit ihm im Folgeband umgehen soll, wenn ihr wisst, was ich meine. (No Spoilers...)

Akiva ist natürlich in einer argen Sinnkrise. Immerhin bekommt er jetzt ein My Persönlichkeit. Das ist doch ein großer Fortschritt. Denn im Vorgängerbuch sah er lediglich gut aus. Dennoch lässt er sich wieder grandios ausnutzen und stellt sich einfach nur dumm an. Ich kann leider mit seinem Charakter so gar nichts anfangen.

Was man dem Ganzen zu gute halten kann, man sieht das Ende so nicht unbedingt kommen. Natürlich gibt es einige Hints, aber ich zumindest stand auf dem Schlauch und war dann auch überrascht von den Geschehnissen. Damit wird die Handlung nochmal auf eine neue Ebene gehoben. Vielleicht schafft es also Band 3, endlich wieder Spannung aufzubauen.

Alles in allem war Band 2 einfach nur ätzend langweilig. Ich habe danach auch erstmal eine Pause von der Reihe gemacht, obwohl ich sonst eigentlich immer alles an einem Stück lese. Dieses Buch hat mich arg an einige Teile der Cassandra Clare-Bücher erinnert, die ich letztes Jahr gelesen habe. Es passiert nichts, und das auf so vielen verdammten Seiten. Inzwischen werde ich nun weiterlesen und euch dann sehr bald berichten.

Wie fandet ihr Band 2? Ich bin gespannt.

Bis bald,
Eure Kitty Retro






Meine Bewertung:

Freitag, 19. Januar 2018

Daughter of Smoke and Bone

Hallo meine Engel,


Wieder so eine Reihe von der alle reden oder geredet haben und ich habe sie auf einem Raubzug in der Bibliothek stehen sehen. Nachdem die Sommerferien nun vorbei sind, und alle Schüler wieder zu beschäftigt, um sich Jugendbücher auszuleihen, habe ich mir die Reihe also geschnappt. Und ich bin wirklich gespannt, ob die Bücher dem Hype standhalten.

Die Fakten:
  • Autor: Laini Taylor
  • Übersetzung: Anna Julia und Christine Strüh
  • Titel: Daughter of Smoke and Bone
  • Reihe: Zwischen den Welten 1
  • Erschienen: 2012
  • Verlag: FJB
  • Seiten: 489
  • Preis: 9,99 Euro
  • Klappentext: "Was würdest du dir wünschen, wenn du nur eine Perle deiner Kette opfern musst, damit dein Wunsch in Erfüllung geht? Wo würdest du hinreisen, wenn du bloß durch eine Tür gehen musst, um nahezu alle Orte der Welt zu erreichen? Wie würdest du dich fühlen, wenn du den falschen Mann liebst, er aber die Antwort auf alle deine Fragen ist? Karou dachte, sie wüsste, wer sie ist. Doch dann kommt es zu einer Begegnung, die alles verändert..."



Zur Handlung: Karou fällt auf in Prag. Sie ist wunderschön, hat leuchtend blaue Haare und zeichnet seltsame Figuren, die aus verschiedenen Tieren zusammengesetzt scheinen. Doch außer Blue weiß keiner, dass diese Figuren real sind. Um genau zu sein sind sie Karous Familie, die immer nur eine Tür entfernt sind. Und Karou erledigt immer wieder abenteuerliche Aufträge für diese Wesen.

Was sie dabei tun muss? Zähne sammeln. Dabei ist es egal, ob es menschliche Zähne oder Zähne von Tieren sind. Für diese wird ein hoher Preis gezahlt, entweder in Geld oder – viel beliebter – in Wünschen. Karou darf immer nur die kleinsten Wünsche haben, Scupies. Damit kann man sich die Haare blau wünschen oder einer Feindin buschige Augenbrauen. Mehr ist aber nicht drin. Und dann brennen eines Tages die magischen Türen und Karou ist plötzlich allein.

Natürlich stoßen wir auf einige jugendtypische Dinge in diesen Büchern: Sowohl Karou als auch Akiva sind natürlich unmenschlich schön und fühlen sich wie durch Magie miteinander verbunden. Inwieweit dies noch sinnvoll in die Geschichte eingebunden wird, wird sich zeigen. Wen sowas aber stört, der sollte sich lieber eine andere Buchreihe vornehmen.

Karou ist aber ein interessanter Charakter, denn sie hat keine richtige Familie, nur die Chimären. Niemand weiß, wer sie eigentlich ist. Sie hat nur gefälschte Identitäten, sodass sie unter Menschen leben kann. Es ist nicht einmal sicher, ob sie ein Mensch ist. Sie hat blaue Haare und viele Tattoos, was sie natürlich von anderen Heldinnen in Jugendbüchern abhebt. Außerdem fühlt sie sich seltsam leer, was im Laufe der Handlung durchaus noch Sinn macht.

Als Gegenpart lernen wir dann Akiva kennen. Mit ihm bin ich weniger gut klargekommen. Es ist mitunter fast unmöglich ihn nachzuvollziehen. Außer dass er wunderschön ist, hat er nicht viele Charaktereigenschaften. Da kommen wir dann auch schon zu dem Punkt, wo sich Karou natürlich verliebt. Da bin ich leider ausgestiegen, denn ich wusste absolut nicht warum. Reicht denn ein brennender Blick da echt aus? Naja, ein bisschen Mimimi-Backstory bekommen wir schon, aber hier habe ich einfach mehr erwartet und bin ich auch mehr gewohnt. 

Am spannendsten ist dann natürlich das Geheimnis mit den Chimären, die Karous seltsame Familie bilden. Wer ist sie und warum haben diese Wesen sie aufgezogen? Wir lernen im letzten Drittel des Buches dann unglaublich viel über diese Parallelwelt zu unserer. Leider empfand ich das Ganze als bloßes Info-Dumping. Innerhalb weniger Kapitel sollten wir nun die ganze Welt verstehen. Das hat meine Lesefreude enorm gemindert und ich war dann auch gar nicht mehr interessiert, mehr zu erfahren.

Neben Karou haben wir eine Vielzahl von Charakteren, von ihrer besten Freundin in Prag über ihre längst vergessene Pflegeschwester und natürlich die Chimären. Ihr Exfreund war noch ganz unterhaltsam am Anfang, aber auch echt eklig. Dennoch ist niemand wirklich von Bedeutung bisher, alle sind eben einfach nur da, weil sie da sein müssen.

Das Ende trifft uns dann natürlich noch mit einem Twist, den man zwar kommen sieht, aber durch die ganzen Infos, die man in so kurzer Zeit schlucken muss, hat man quasi vergessen, was eigentlich gerade so richtig passiert. Daher trifft es einen dann doch etwas unvorbereitet und man muss doch recht schnell zu Band zwei greifen. Das werde ich nun auch direkt tun.

Alles in allem war dieses Buch eine bloße Einleitung, die erzählerisch leider ziemlich fehlerhaft aufgebaut war für mich. Am Ende ist die Lösung der kleinen Mysterien vom Anfang dann ja auch wahnsinnig einfach. Wirkliche Gefühle kommen bei mir noch nicht auf und die Romanze verstehe ich noch nicht. Während Karou als Hauptcharakter am Anfang wirklich interessant war, verliert sie in der letzten Hälfte dann an Spannung für mich, weil alles mit einem riesigen Infohaufen erklärt wird. Ich bin gespannt, ob die Reihe noch besser wird, hab aber deutlich mehr erwartet.

Wie fandet ihr Buch 1 und habt ihr weitergelesen?

Bis bald,
Eure Kitty Retro


Meine Bewertung:

Mittwoch, 17. Januar 2018

Marlene

Hallo meine Historienfreunde,

letztes Jahr hatte ich Honigtot gelesen, nachdem die liebe Blue es mir zu Weihnachten geschenkt hatte. Das Buch hatte gute und weniger gute Phasen, hat mich allerdings sehr viel aufmerksamer gemacht, wenn es um den polnischen Widerstand im Zweiten Weltkrieg geht. Daher hat mich Marlene gleich interessiert, denn Marlene ist der deutlich interessantere Charakter. Als Spionin und im Widerstand hat sie einiges miterlebt. Das wollte ich nun alles erfahren.

Die Fakten:
  • Autor: Hanni Münzer
  • Titel: Marlene
  • Reihe: Honigtot 2
  • Erschienen: 2016
  • Verlag: Piper Verlag
  • Seiten: 537
  • Preis: 10,00 Euro
  • Klappentext: "Lange zögerte Marlene, ihre Geschichte aufzuschreiben. Wollte sie alles aus dem Dunkel hervorzerren, die Geister und Dämonen aus ihrer Vergangenheit, und sich ihnen erneut aussetzen? Doch da gab es auch die schönen Erfahrungen. Wunderbare Menschen hatten ihren Weg gekreuzt, Menschen, die sich das Menschsein bewahrt hatten, die selbst unter den furchtbarsten Bedingungen noch füreinander da gewesen waren. Und im Krieg hatte sie nochmals die Liebe erlebt, eine Liebe, so groß und weit, dass sie sie bis heute erfüllte..."
Zur Handlung: Marlene hat einiges durchgemacht. Nachdem sie sich in Polen dem Widerstand angeschlossen hat, war es ihre Aufgabe, als Nazigeliebte wichtige Informationen herauszufinden. Dabei liebte sie die ganze Zeit den Anführer des Widerstandes. Letztlich konnte sie jedoch nur seinen Tod rächen. Nun geht die Geschichte von Marlene weiter.

Auf der Suche nach Deborah findet sie nur Zerstörung, also wendet sie ihren Blick wieder in die besetzten polnischen Gebiete. Dort gibt es immer noch Aufgaben für sie. Und sie ist nicht mehr allein, denn die junge Trudi hat sich ihr ungefragt angeschlossen. Gemeinsam müssen die beiden Frauen für den Untergang des Hitlerreiches kämpfen - und dabei selbst überleben.

Hanni Münzer bleibt für mich eine Autorin, die Vieles richtig macht aber auch immer Einiges falsch. So konnte auch dieses Buch mein Herz einfach nicht erobern. Das lag an vielen Punkten, und ich hoffe, dass ich euch meine Meinung gut vermitteln kann. Zunächst einmal hat das Buch allerdings erst gegen Ende von Honigtot eingesetzt, sodass wir von den spannenden Abenteuern der Spionin nichts mitbekommen.

Marlene ist wieder im Widerstand tätig und wir befinden uns inzwischen kurz vor Kriegsende. Die glamoröse Marlene bekommen wir leider nicht mehr zu sehen. Stattdessen wird es ziemlich dreckig, ziemlich blutig und sehr perfide. Dabei hatte ich das größte Problem mit den sprunghaften Wendungen, die teilweise sehr aus der Luft gegriffen waren. Marlene wird so oft erwischt, so oft überlebt sie unmögliche Krankheiten und dennoch übersteht sie alles dann wie durch ein Wunder. Im Krieg sterben Menschen, aber in diesem Buch wird das nur an wenigen Stellen beleuchtet.

Abgesehen von den vielen Wundern, machen auch einige Handlungselemente wenig Sinn. Ich kann hier aufgrund von Spoilern nicht darauf eingehen, aber manchmal war für mich einfach nicht klar, warum eine Person tot ist, wenn nachweislich alle anderen, die dabei waren, leben. Auf der positiven Seite möchte ich aber gleich hinzufügen, dass andere Elemente sehr an den tatsächlichen Ereignissen angelehnt sind, sodass man immer Anregungen bekommt, sich in gewisse Themen näher einzulesen.

Marlene als Charakter hat mir dennoch gut gefallen. Sie ist eine Kämpferin und gibt auch in den unwahrscheinlichsten Situationen nie auf. Sicherlich helfen die seltsamen Wunder die ganze Zeit, aber sie hat auch viel Kampfgeist, der sie rettet. Gegen Ende des Buches geschieht dann jedoch etwas (no spoilers...), das ihre gesamte Weltsicht auf den Kopf stellt. Plötzlich hat sie nur noch eine Motivlage und dies wird so oft wiederholt und wiederholt, dass ich das Buch gegen die Wand werfen wollte. Vor allem der Part nach dem Krieg war fast unerträglich für mich.

Das Ende war dementsprechend auch eher eine Enttäuschung. Die Rahmenhandlung hätte es an sich gar nicht gebraucht, die verwirrt irgendwie nur. Marlene hat sich am Ende völlig verändert und scheint ein anderer Mensch zu sein. Ich finde es ehrlich schade, es so darzustellen, als könne so eine Veränderung im Lebenslauf plötzlich alles und jedes ändern, das uns ausmacht. Hat mich einfach genervt.

Alles in allem habe ich also nicht bekommen, was ich mir gewünscht habe. Die starke Marlene wird immer wieder durch unglaubwürdige Wunder gerettet und verliert schließlich völlig ihre Persönlichkeit und wird nur noch durch eine Sache charakterisiert. Außerdem geschehen Dinge, die mir völlig unklar sind. Das Buch ist eine Aneinanderreihung von Geschehnissen, die nicht immer wirklich zusammenhängen oder logisch aufeinander folgen. Leider bleibt es Mittelmaß.

Kennt ihr das Buch? Wie habt ihr dabei empfunden? Und findet ihre Marlenes Wandel gegen Ende glaubhaft? Vor allem vor dem Hintergrund wie unglaubwürdig das Ganze im historischen Kontext ist?

Bis bald,
Eure Kitty Retro





Meine Bewertung: